3 neue Fließwasserretter für die Wasserwacht Kaufering

Immer obenauf mit dem Blick nach vorn – die drei frisch ausgebildeten Fließwasserretter der Wasserwacht Ortsgruppe Kaufering
Um auch für herausfordernde Wasserrettungsaufgaben an schwierigen Lechabschnitten, dem Landsberger Wehr oder im Hochwasserfall gerüstet zu sein haben drei Mitglieder unserer Wasserretter die Chance bekommen Sich zum Fließwasserretter weiterzubilden.
Dafür ging es frühmorgens es am Donnerstag vor dem verlängerten Wochenende Anfang Mai nach Bad Reichenhall. Nachdem wir dort mit 9 anderen Wasserrettern aus ganz Bayern von Steppach bis Ingolstadt und unseren Ausbildern zu einer kurzen Theorieeinheit zusammentrafen ging es zügig weiter zum ersten Übungsort nach Unken. Ohne viel Zeit zu verlieren, rüsteten wir uns für den ersten Kontakt mit den Wildwassern der Saalach. Nach Schwimmübungen in Kehrwassern und Hauptströmungen ging es weiter mit Wurfsackübungen und Kontaktrettungen, bei welcher man mit einem Seil gesichert direkt zu treibenden Rettlingen in die Strömung springt. Im Anschluss bezogen wir unser Quartier in Inzell, welches neben einem tollen Bergpanorama auch einen großen Balkon mit viel Platz zum täglichen Aufbereiten und Trocknen der Einsatzkleidung bot.
An Tag 2 starteten wir in Schneizlreuth mit einfachen Knotenübungen, arbeiteten uns aber schnell vor zu komplexen Seilaufbauten verschiedener Flaschenzüge und Verankerungen für Rafts und Rescuesleds. Nachmittags durften wir diese dann direkt zur Überquerung stark strömender Flussabschnitte anwenden und haben mehrfach eine Tyrolienne aufgebaut. Mit dieser Seilrutsche kann man schnell und sicher Personen und Material von einer zur anderen Flussseite zu bringen. Nach einer geselligen Pause mit gemeinsamem Abendessen rüsteten alle Wasserretter nochmals auf. Auf dem Programm stand eine Nachtübung. Ausgestattet mit farbigen Knicklichtern um Einsatzkräfte (rot), Wurfsäcke (gelb) und Einsatzleiter (blau) im Dunkeln zu erkennen starteten wir eine nächtliche Suchübung bei welcher keine vermisste Person, dafür aber ein eifriger Biber angetroffen wurde. Auch das Wurfsackwerfen und -retten wurde nachts noch einmal geübt.
Unser dritter Ausbildungstag führte uns an die Deutsch-Österreichische Grenzbrücke der Saalach bei Unken. Hier arbeiten wir uns zuerst wieder fokussiert an Land in das Thema Rettung mit dem Raft und dem Rescuesled ein, wechselten aber schnell in die Anwendung am und im Fluss. Hier nutzten wir Seilaufbauten wie die Britische und Norwegische Laufkatze oder die 2- und 4-Punkt Technik zur Steuerung und Sicherung des Sleds in den Stromschnellen unter der Brücke. Natürlich durfte auch heute eine Schwimmerische Erkundung einiger Flussabschnitte zur Abwechslung und Abkühlung nicht fehlen. Abends ging es noch zum gemeinsamen Pizzaessen mit allen Teilnehmern nach Bad Reichenhall.
Am letzten Tag erwartete uns Kajakweltcupstrecke der Saalach in Lofer. Dort begann unser Programm direkt mit einem Wettbewerb, in welchem wir unsere Knotenfertigkeiten unter zeitlicher und körperlicher Belastung unter Beweis stellen mussten. Direkt danach seilten wir uns über die 20 m hohe Böschung zur Saalach ab um dort alle Techniken, die wir in den letzten Tagen geübt hatten, nochmals zu wiederholen und zu vertiefen. Nach vier Tagen zeigte sich hier, wie gut die gesamte Ausbildungsgruppe als Team mittlerweile eingespielt war und die intensiven vorangegangenen Ausbildungstage Früchte trugen. Den Abschluss bildete eine schriftliche Prüfung, die alle Kauferinger Teilnehmer erfolgreich abschlossen.
Nach insgesamt vier Tagen mit komplexen Seilaufbauten, viel Erfahrung über die Herausforderungen in Fließgewässern und langen Tagesprogrammen ging es zurück nach Kaufering. Dort wurden die neuen Fließwasserretter noch am späten Sonntagabend von Ihren Ortsgruppenkamerad*innen empfangen. Dank der vielen Helfenden Hände war alles Material schnell wieder aufbereitet und verstaut. Ein schöner Abschluss der Ausbildungsreise und toller Moment der Kameradschaft in unserer Ortsgruppe!










