Maxi, Till, Luisa, Mareile, Julian und Leonhard beim Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst!
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Rettungsschwimmer im Wasserrettungsdienst (RSiWRD) haben fünf neue Rettungsschwimmer der Wasserwacht ihre erste Qualifikation für den aktiven Einsatzdienst erreicht. Ab sofort dürfen sie sowohl Aufsicht im Schwimmbad übernehmen als auch im stationären Wasserrettungsdienst eingesetzt werden.
Die Ausbildung fand über mehrere Tage statt und begann Ende April im BRK-Haus in Landsberg. Insgesamt nahmen 16 Jugendliche aus der Kreiswasserwacht Landsberg daran teil. Zum Auftakt stand die Notfallmedizin im Mittelpunkt: Themen wie Führungsstrukturen im Einsatz, Einsatztaktik, die korrekte Übergabe an den Landrettungsdienst sowie das Ausfüllen von Patientenprotokollen wurden intensiv behandelt. Ergänzend dazu erhielten die Teilnehmenden Einblicke in die psychosoziale Notfallversorgung – sowohl für Betroffene als auch für Einsatzkräfte.
Am darauffolgenden Samstag lag der Schwerpunkt auf der Reanimation. In praktischen Übungen trainierten die Teilnehmenden lebensrettende Maßnahmen bei Säuglingen, Kindern und Erwachsenen und wurden in der Anwendung eines automatisierten externen Defibrillators (AED) geschult. Am Nachmittag folgte der Umgang mit erweiterten Hilfsmitteln wie der sogenannten I-gel-Maske, einer Atemwegshilfe zur Beatmung. Zusätzlich wurden unter anderem das Legen von Magensonden sowie der Einsatz von Sauerstoffgeräten geübt. Den Abschluss des Tages bildeten praxisnahe Fallbeispiele.
Der Sonntag führte die Teilnehmer schließlich an den Penzinger Baggersee, wo die Ausbildung unter realistischen Bedingungen fortgesetzt wurde. Neben weiteren Reanimationsübungen standen die persönliche Schutzausrüstung, Einsatztaktiken sowie Such- und Rettungsmaßnahmen im Wasser im Fokus. Auch der sichere Transport von Personen aus dem Wasser sowie der Umgang mit verschiedenen Rettungsmitteln wurden trainiert.
Den Abschluss bildete eine praktische Prüfung, bei der ein „Verunfallter“ aus dem Wasser gerettet und anschließend reanimiert werden musste, gefolgt von einer schriftlichen Prüfung. Alle 16 Teilnehmer bestanden erfolgreich.
Mit dem Abschluss des Lehrgangs sind die neuen Rettungsschwimmer nun bereit, aktiv im Einsatzdienst mitzuwirken und die Wasserwacht-Ortsgruppe Kaufering zu unterstützen.
Wir gratulieren den recht herzlichen unseren fünf neuen Rettungsschwimmern im Wasserrettungsdienst zur erfolgreichen Teilnahme!
Emiliya, Till, Annika, Ferdinand und Armin haben den Kurs erfolgreich abgeschlossen!
Im April 2026 nahmen fünf Mitglieder der Wasserwacht Kaufering erfolgreich am Juleica-Kurs des Kreisjugendring Landsbergs teil. Die Ausbildung fand im Jugendübernachtungshaus in Utting am Ammersee statt und erstreckte sich über zwei intensive Kurswochenenden – jeweils von Freitagnachmittag bis Sonntagnachmittag.
Die sogenannte JULEICA – kurz für Jugendleiter*innen-Card – ist der bundesweit anerkannte Nachweis für eine qualifizierte Ausbildung in der Kinder- und Jugendarbeit. Wer Gruppenstunden leiten, Freizeiten begleiten oder Verantwortung in der Jugendarbeit übernehmen möchte, benötigt häufig eine solche Ausbildung. Neben pädagogischen Grundlagen vermittelt der Kurs wichtige Kenntnisse zu Aufsichtspflicht, rechtlichen Themen, Gruppenpädagogik und dem Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Außerdem bringt die JULEICA viele Vorteile mit sich: Sie dient als offizieller Qualifikationsnachweis, stärkt das Ehrenamt und ermöglicht teilweise Vergünstigungen oder Zuschüsse bei verschiedenen Einrichtungen und Veranstaltungen.
Während des Lehrgangs beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer intensiv mit vielen unterschiedlichen Themenbereichen. Auf dem Programm standen unter anderem Gruppenpädagogik, Kommunikation, Konfliktlösung, Projektplanung, Spielepädagogik sowie rechtliche Grundlagen der Jugendarbeit. Besonders spannend war dabei der praxisnahe Aufbau des Kurses: Viele Inhalte wurden nicht nur theoretisch besprochen, sondern direkt gemeinsam ausprobiert und umgesetzt.
Die beiden Wochenenden waren dabei alles andere als langweilig. Gemeinsam mit den anderen Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern wurde gekocht, gegessen und natürlich auch zusammen abgewaschen. Zahlreiche Warm-up-Spiele, Gruppenaufgaben und gemeinsame Abendaktionen sorgten schnell für eine lockere und offene Atmosphäre. Gerade diese Mischung aus Lernen, Gemeinschaft und praktischem Erleben machte den Kurs besonders wertvoll.
Besonders schön war auch die Vielfalt der Gruppe. Die Teilnehmer kamen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Jugendarbeit: Neben Vertreterinnen und Vertretern der Wasserwacht Kaufering waren unter anderem Pfadfinder, Betreuer des Landratsamtes sowie weitere engagierte Ehrenamtliche aus verschiedenen Organisationen dabei. Durch diese heterogene Gruppe entstanden viele interessante Gespräche, neue Ideen und spannende Einblicke in andere Formen der Jugendarbeit.
Für unsere fünf Teilnehmer war der Kurs eine tolle Erfahrung, bei der nicht nur viel Wissen vermittelt wurde, sondern auch neue Kontakte und Freundschaften entstanden sind. Die beiden intensiven Wochenenden vergingen trotz des umfangreichen Programms wie im Flug und haben einmal mehr gezeigt, wie wichtig gut ausgebildete Jugendleiterinnen und Jugendleiter für die Vereins- und Jugendarbeit sind.
Die Wasserwacht Kaufering freut sich sehr über das Engagement ihrer Mitglieder und kann die Teilnahme an einem Juleica-Kurs allen empfehlen, die Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen haben und sich aktiv in der Jugendarbeit einbringen möchten.
Immer obenauf mit dem Blick nach vorn – die drei frisch ausgebildeten Fließwasserretter der Wasserwacht Ortsgruppe Kaufering
Um auch für herausfordernde Wasserrettungsaufgaben an schwierigen Lechabschnitten, dem Landsberger Wehr oder im Hochwasserfall gerüstet zu sein haben drei Mitglieder unserer Wasserretter die Chance bekommen Sich zum Fließwasserretter weiterzubilden.
Dafür ging es frühmorgens es am Donnerstag vor dem verlängerten Wochenende Anfang Mai nach Bad Reichenhall. Nachdem wir dort mit 9 anderen Wasserrettern aus ganz Bayern von Steppach bis Ingolstadt und unseren Ausbildern zu einer kurzen Theorieeinheit zusammentrafen ging es zügig weiter zum ersten Übungsort nach Unken. Ohne viel Zeit zu verlieren, rüsteten wir uns für den ersten Kontakt mit den Wildwassern der Saalach. Nach Schwimmübungen in Kehrwassern und Hauptströmungen ging es weiter mit Wurfsackübungen und Kontaktrettungen, bei welcher man mit einem Seil gesichert direkt zu treibenden Rettlingen in die Strömung springt. Im Anschluss bezogen wir unser Quartier in Inzell, welches neben einem tollen Bergpanorama auch einen großen Balkon mit viel Platz zum täglichen Aufbereiten und Trocknen der Einsatzkleidung bot.
An Tag 2 starteten wir in Schneizlreuth mit einfachen Knotenübungen, arbeiteten uns aber schnell vor zu komplexen Seilaufbauten verschiedener Flaschenzüge und Verankerungen für Rafts und Rescuesleds. Nachmittags durften wir diese dann direkt zur Überquerung stark strömender Flussabschnitte anwenden und haben mehrfach eine Tyrolienne aufgebaut. Mit dieser Seilrutsche kann man schnell und sicher Personen und Material von einer zur anderen Flussseite zu bringen. Nach einer geselligen Pause mit gemeinsamem Abendessen rüsteten alle Wasserretter nochmals auf. Auf dem Programm stand eine Nachtübung. Ausgestattet mit farbigen Knicklichtern um Einsatzkräfte (rot), Wurfsäcke (gelb) und Einsatzleiter (blau) im Dunkeln zu erkennen starteten wir eine nächtliche Suchübung bei welcher keine vermisste Person, dafür aber ein eifriger Biber angetroffen wurde. Auch das Wurfsackwerfen und -retten wurde nachts noch einmal geübt.
Unser dritter Ausbildungstag führte uns an die Deutsch-Österreichische Grenzbrücke der Saalach bei Unken. Hier arbeiten wir uns zuerst wieder fokussiert an Land in das Thema Rettung mit dem Raft und dem Rescuesled ein, wechselten aber schnell in die Anwendung am und im Fluss. Hier nutzten wir Seilaufbauten wie die Britische und Norwegische Laufkatze oder die 2- und 4-Punkt Technik zur Steuerung und Sicherung des Sleds in den Stromschnellen unter der Brücke. Natürlich durfte auch heute eine Schwimmerische Erkundung einiger Flussabschnitte zur Abwechslung und Abkühlung nicht fehlen. Abends ging es noch zum gemeinsamen Pizzaessen mit allen Teilnehmern nach Bad Reichenhall.
Am letzten Tag erwartete uns Kajakweltcupstrecke der Saalach in Lofer. Dort begann unser Programm direkt mit einem Wettbewerb, in welchem wir unsere Knotenfertigkeiten unter zeitlicher und körperlicher Belastung unter Beweis stellen mussten. Direkt danach seilten wir uns über die 20 m hohe Böschung zur Saalach ab um dort alle Techniken, die wir in den letzten Tagen geübt hatten, nochmals zu wiederholen und zu vertiefen. Nach vier Tagen zeigte sich hier, wie gut die gesamte Ausbildungsgruppe als Team mittlerweile eingespielt war und die intensiven vorangegangenen Ausbildungstage Früchte trugen. Den Abschluss bildete eine schriftliche Prüfung, die alle Kauferinger Teilnehmer erfolgreich abschlossen.
Nach insgesamt vier Tagen mit komplexen Seilaufbauten, viel Erfahrung über die Herausforderungen in Fließgewässern und langen Tagesprogrammen ging es zurück nach Kaufering. Dort wurden die neuen Fließwasserretter noch am späten Sonntagabend von Ihren Ortsgruppenkamerad*innen empfangen. Dank der vielen Helfenden Hände war alles Material schnell wieder aufbereitet und verstaut. Ein schöner Abschluss der Ausbildungsreise und toller Moment der Kameradschaft in unserer Ortsgruppe!
Abseilen mit HandseilLaufkatzen in LoferTeamworkSprung ins FließwasserLaufkatzeGruppenbild FWRSprung ins FließwasserTrockenübungenSchwimmen
Kaufering – Am Montag, den 23. März 2026, kam die Wasserwacht Kaufering im Brückenwirt zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammen, um auf ein gefülltes Jahr 2025 zurückzublicken. Die Vorsitzende eröffnete die Versammlung mit einem sichtlich stolzen Rückblick auf die Entwicklung der letzten Jahre: „Vor ein paar Jahren waren wir gerade zwei Hände voll an der Jahreshauptversammlung und heute füllen wir einen ganzen Saal. Ich freue mich sehr, dass unsere Wasserwacht in allen Bereichen zusammenwächst und so immer größer wird.“
Dass die Wasserwacht Kaufering in den vergangenen Jahren spürbar zusammengewachsen ist, zeigte die große Resonanz auf die Einladung: Über 70 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Unter den Gästen konnte die Ortsgruppe zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter Bürgermeister Thomas Salzberger, Gabi Triebel, Andreas Lehner sowie die Vertreter der Kreiswasserwacht, Frank Böhm und Frederik Riedel. Auch Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Kaufering, des Jugendrotkreuzes Landsberg und Vertreter des Kreisjugendrings zeigten durch ihre Teilnahme ihre Verbundenheit zur Kauferinger Wasserwacht. In den Ansprachen wurde betont, wie wichtig es sei, auch in Zukunft den Erhalt des Schwimmbads mit ausreichender Bahnkapazität sowie geeigneter Räumlichkeiten für die Einsatzfahrzeuge und die Gruppenarbeit der Wasserwacht sicherzustellen.
Von der Eisrettung bis zum Skyline Park
Mit insgesamt 6.629,96 geleisteten Stunden im Jahr 2025 bewiesen die 150 aktiven Mitglieder und die engagierte Jugend erneut ihr außerordentliches ehrenamtliches Engagement. Allein die Aktiven erwachsenen leisteten über 3.000 Stunden bei Wachdiensten, Ausbildungen und Veranstaltungen. Ein Highlight im Übungskalender war die gemeinsame Eisrettungsübungen mit den benachbarten Ortsgruppen. Auch im Ernstfall war auf die Kauferinger Verlass: Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) rückte zu verschiedenen Einsätzen aus.
Besonders lebendig zeigte sich die Jugendabteilung, die aktuell rund 70 Kinder und Jugendliche betreut. Neben dem wöchentlichen Training kamen auch der Spaß und die Gemeinschaft nicht zu kurz – etwa beim Ausflug in den Skyline Park, dem „Patschnassen Wochenende“ oder der erfolgreichen Teilnahme am 24-Stunden-Schwimmen.
Kassenbericht und Finanzen
Auch finanziell steht die Ortsgruppe auf soliden Füßen, wie Kassiererin Giulia Mailänder in ihrem Bericht erfreut darlegte. Trotz zahlreicher Investitionen in Ausrüstung und Ausbildung konnten sämtliche Ausgaben durch verschiedene Einnahmequellen ausgeglichen werden. Dazu zählten unter anderem die Jugendförderung der Gemeinde Kaufering, Zuschüsse des Kreisjugendrings sowie großzügige Spenden von Privatpersonen und Unternehmen. Die Ortsgruppe spricht allen Unterstützerinnen und Unterstützern ihren herzlichen Dank aus.
Nachwahl und Ehrungen
In der Vorstandschaft gab es eine personelle Veränderung: Die Versammlung dankte Lena Schäffler herzlich für ihre bisherige Arbeit und verabschiedete sie aus ihrem Amt. Als neuer stellvertretender Jugendleiter wurde Ferdinand Veith in das Gremium gewählt und herzlich begrüßt. Die weiteren Vorstandsmitglieder führen ihre Ämter fort.
Ein besonderer Moment des Abends war die Würdigung der fleißigsten Mitglieder. Mehrere Aktive und Jugendliche wurden für ihre herausragende Trainingsbeteiligung geehrt – Spitzenreiter erreichten dabei bis zu 42 wahrgenommene Schwimmtrainings im Jahr. Zudem wurden langjährige Mitglieder für ihre Treue ausgezeichnet, wobei die Zeitehrungen von 5 Jahren bis hin zu stolzen 35 Jahren reichten. Die Ortsgruppe bedankt sich bei allen Mitgliedern die geehrt wurden für ihre langjährige treue und Unterstützung.
Dank an lokale Unterstützer
Jeder, der eine Ehrung oder eine besondere Danksagung erhielt, durfte sich über ein kleines Präsent freuen. Dies wurde erst durch großzügige lokale Sponsoren möglich. Ein herzliches Dankeschön geht an Countdown Landsberg, die Spielkiste Kaufering, die Kletterei, den Filmpalast und Hallingers, die die Wasserwacht mit Gutscheinen, Sekt und Spielen unterstützt haben.
So können Sie das Engagement der Wasserwacht Kaufering unterstützen
Möchten auch Sie die Arbeit der Wasserwacht Kaufering unterstützen? Es gibt verschiedene Wege, wie Sie helfen können:
Aktiv werden: Wir freuen uns über jeden, der als aktives Mitglied Teil unseres Teams werden möchte.
Fördermitgliedschaft & Spenden: Mit einer Fördermitgliedschaft oder einer einmaligen Spende sichern Sie die Anschaffung wichtiger Rettungsmittel und die Ausbildung unserer Retter.
Bürgerkarte: Eine einfache und für Sie kostenfreie Möglichkeit ist die Nutzung der Bürgerkarte (Fördernummer: 723 424). Beim Einkauf bei teilnehmenden regionalen Anbietern wird ein Teil des Umsatzes direkt an die Wasserwacht ausgeschüttet, ohne dass für Sie Mehrkosten entstehen.
hinten v.l.n.r.: Johannes Volkmann, Florian Weinert, Frederik Riedel (KWW), Frank Böhm (KWW)
vorne v.l.n.r.: Ferdinand Veith (neu gewählter stellv. Jugendleiter), Giulia Mailänder, Hannah Kuhn, Isasbel Wildner, Kathrin Kandziora, Katharina Künkler, Hannah Hoßfeld
Teamgeist, Wettkampffieber und strahlende Kinderaugen – die Wasserwacht Kaufering war mit sechs Mannschaften beim Regionalwettbewerb in Weilheim vertreten und zeigte dort eindrucksvoll, was in ihrem engagierten Nachwuchs steckt.
Frühmorgens um 6:15 Uhr trafen sich 30 aufgeregte Kinder der Wasserwacht Kaufering, um gemeinsam zum Regionalwettbewerb im Rettungsschwimmen nach Weilheim aufzubrechen. Sechs Mannschaften aus Kaufering stellten sich dort dem sportlichen und fachlichen Vergleich mit rund 140 Teilnehmenden aus den Kreiswasserwachten Landsberg, Weilheim, Fürstenfeldbruck und Dachau.
Im Hallenbad Weilheim zeigten die Nachwuchsretter am Vormittag in fünf Schwimmdisziplinen ihr Können. Ob Ausdauer, Geschwindigkeit oder Rettungstechniken – die Kauferinger Kinder bewiesen eindrucksvoll, dass Schwimmen und Retten ganz ihr Element sind. Besonders beeindruckte der starke Zusammenhalt der Gruppen: Egal ob klein oder groß – überall in der Halle waren die Anfeuerungsrufe der Kauferinger zu hören. Der Einsatz und die Begeisterung steckten förmlich an – ein Moment, der Trainerherzen höherschlagen ließ.
Nach einer gemeinsamen Mittagspause ging es mit dem Theorie- und Erste-Hilfe-Teil weiter. Dabei warteten verschiedene Aufgaben auf die Teams: Neben realistischen Erste-Hilfe-Praxisszenarien, bei denen die Kinder gemimte Patienten versorgten, waren auch mehrere Arbeitsbögen zu bearbeiten. Dort mussten die jungen Wasserwachtler ihr Wissen zu Themen wie Rettungstheorie, Erste Hilfe und Taktik unter Beweis stellen. Diese Mischung aus Praxis und Kopfleistung forderte Teamgeist und Konzentration – und machte allen sichtbar Spaß.
Bei der anschließenden Siegerehrung durften sich alle über tolle Platzierungen freuen:
Stufe 1 erreichte Platz 5 in der Regionalwertung und Platz 2 in der Kreiswertung.
Stufe 2 startete mit drei Teams und belegte die Plätze 6, 10 und 11 in der Region, sowie 2, 3 und 4 im Kreis.
Stufe 3 schloss mit Rang 4 und 8 in der Regionalwertung und den Plätzen 2 und 3 im Kreis ab.
Trotz der frühen Uhrzeit und eines langen Wettbewerbstages überwog am Ende die Begeisterung: neue Freundschaften, stolze Gesichter und viele gemeinsame Erlebnisse. Die Wasserwacht Kaufering freut sich besonders darüber, wie engagiert die Kinder trainieren und schon jetzt zeigen, dass sie einmal die Zukunft der Wasserrettung sein werden. Mit ihrem Fleiß, der Gemeinschaft und dem Spaß an der Sache haben sie vielen schon heute einiges voraus.
Vorsitzende Isabel Wildner zeigte sich nach dem erfolgreichen Tag voller Stolz: „Ich bin unglaublich stolz auf unsere Kinder – mit wie viel Motivation sie beim Training dabei sind, Theorie und Praxis lernen und dennoch immer den Spaß behalten. Besonders beeindruckt mich aber die Arbeit unserer Jugendleitung, die mit viel Engagement und Organisationstalent den gesamten Ablauf koordiniert hat und so vielen Kindern überhaupt erst ermöglicht hat, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.“
Ein herzliches Dankeschön geht an alle Trainerinnen und Trainer, die Woche für Woche mit großem Einsatz dafür sorgen, dass die Kinder mit Freude lernen, üben und wachsen können – im Wasser wie auch an Land.
Gestern durften wir die Wohlfahrts- und Sozialarbeit (WuS) des Bayerischen Roten Kreuzes aus Landsberg bei uns in Kaufering willkommen heißen. Die WuS engagiert sich im sozialen Bereich und sorgt dafür, dass Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt im Roten Kreuz lebendig bleiben. Im Rahmen ihres Sommerprogramms unter dem Motto „Gemeinsam gegen Einsamkeit“ besuchte uns die Gruppe, um unsere Arbeit und unseren Beitrag für die Gemeinschaft kennenzulernen. Gemeinsam mit Mitgliedern unserer Vorstandschaft verbrachten wir eine abwechslungsreiche und informative Stunde, in der wir unsere Aufgabenbereiche und Einsatzabläufe vorstellen konnten.
Unsere Gäste erhielten einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Wasserwacht Kaufering: Wie läuft ein typischer Einsatz ab? Was unterscheidet uns von anderen Ortsgruppen? Besonders anschaulich konnten wir die große Bedeutung unserer speziell ausgebildeten Taucherinnen und Taucher darstellen, die bei Einsätzen im Wasser – etwa bei Personen- und Tierrettungen oder Suchaktionen – oftmals unverzichtbar sind. Außerdem erläuterten wir, welche typischen Einsätze es in unserer Region gibt und wie groß unser Einsatzgebiet rund um den Lech und die umliegenden Seen tatsächlich ist. Im Anschluss haben wir gemeinsam die vollständige Ausrüstung unserer Wasserretter genauer betrachtet. Dabei staunten die Besucher*innen nicht schlecht über das Gewicht und die Vielfalt der persönlichen Schutzausrüstung: vom Neoprenanzug über die Wasserretterweste bis hin zu Helm und festem Schuhwerk. Besonders im Einsatz wird deutlich, wie wichtig eine gut abgestimmte und hochwertige Ausrüstung ist.
Auch unser geländegängiges Wassernutzfahrzeug stieß auf großes Interesse. Die Gäste konnten sich selbst ein Bild davon machen, wie herausfordernd es ist, für jedes Teammitglied stets die passende Größe und Ausrüstung einsatzbereit zu halten. Den Abschluss bildete die Vorstellung und das gemeinsame Ausprobieren unserer Rettungsmittel, darunter das Raft, Wurfsack, Rettungsring und unser Motorrettungsboot. Das aktive Kennenlernen der Technik und Ausrüstung sorgte bei allen Beteiligten für Begeisterung und vermittelte einen sehr greifbaren Eindruck vom Alltag der Wasserwacht. Wir bedanken uns herzlich bei der WuS Landsberg für den freundlichen Besuch, das angenehme Miteinander und den wertvollen Austausch. Solche Begegnungen stärken das Verständnis füreinander und fördern die Zusammenarbeit im Roten Kreuz. Wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen!
Vom 27.–29. Juni fand unser jährliches „Patschnasses Wochenende“ statt – und dieses Mal war es zwar wieder nass, aber zum Glück nur an einem Tag von oben! Zum ersten Mal schlugen wir unsere Zelte am neu errichteten Zeltplatz des Kreisjugendring Landsbergs am Windachspeicher auf. Bei strahlendem Sonnenschein konnten wir in aller Ruhe aufbauen und uns auf ein ereignisreiches Wochenende vorbereiten. Unsere Flossys und Stufe 1 starteten mit Stationen zu Rettungsmitteln und Suchketten – alles kindgerecht erklärt und mit viel Spaß geübt. Auch die kurzen Regenschauer zwischendurch konnten die Stimmung nicht trüben. Der Nachmittag wurde durch unser Sommerfest eingeläutet, zu dem dann auch Stufe 2 – 4 kamen. Bei Grillwürstchen, Salaten und kühlen Getränken wurde nicht nur gegessen, sondern auch gemeinsam Zeit verbracht und der Zusammenhalt zwischen den einzelnen Stufen gestärkt. Am Abend hieß es: Lagerfeuerzeit! Gemeinsam saßen wir um die Flammen und schlossen den Abend mit einer kleinen Nachtwanderung ab. Die Glühwürmchen waren ein echtes Highlight – nicht nur für die Jüngeren!
Die Jugendlichen der höheren Altersstufen kamen am Samstag voll auf ihre Kosten: An mehreren Stationen konnten sie ihr Wissen in der Wasserrettung vertiefen. Mit Raft und Jetfloat ging es aufs Wasser, es wurde geübt, wie man sich als Team koordiniert, wie eine Schnorchelkette aufgebaut wird und wie man verletzte Personen sicher ans Ufer bringt. Am Abend stand eine spannende Nachtübung auf dem Plan: Mehrere Personen wurden vermisst, und nur durch Teamwork, Orientierung im Dunkeln und Funkkontakt zum „Einsatzleiter“ konnte sie gefunden und versorgt werden. Eine beeindruckende Leistung aller Beteiligten!
Auch der Sonntag hatte es in sich: Gemeinsam bereiteten die Kinder und Jugendlichen das beliebte Erste-Hilfe-Fresh-Up für die Eltern und Geschwisterkinder vor. In kleinen Gruppen wurden Stationen aufgebaut, Plakate gestaltet und Abläufe geplant. Gegen Mittag kamen die ersten Eltern, die mit viel Begeisterung von ihren Kindern in Wundversorgung, stabile Seitenlage und Wasserrettung eingewiesen wurden.
Den gelungenen Abschluss bildete wie immer das gemeinsame Grillen – dieses Jahr direkt am See. Beim Aufräumen packten wieder alle mit an – nach dem Motto: Viele Hände, schnelles Ende.
Ein riesiges Dankeschön geht an:
Die Wasserwacht Ortsgruppen Schondorf, Utting, Dießen und Penzing für die Unterstützung mit Material und Manpower
Die Malteser Landsberg und Bereitschaft Landsberg für die Bereitstellung der Zelte
Das THW Landsberg für die Unterstützung mit Raft und Jetfloat
Die Sparkasse Landsberg-Dießen, die Schreinerei Jarmer, die Firma AIB KUNSTMANN, die Metzgerei Moser und die Hamm Wohnbau GmbH für ihre großzügigen Spenden
alle Eltern, die uns mit Salaten und Nachspeisen versorgt und beim Auf- und Abbau mitgeholfen haben
unser großes Kochteam, das uns wunderbar bekocht hat
und natürlich an unser großartiges Betreuer*innen-Team, das dieses Wochenende überhaupt erst möglich gemacht hat
Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste „patschnasse Wochenende“ – egal ob mit oder ohne Regen!
Die Wasserwacht Kaufering hat auch in diesem Jahr die Welfenregatta des Ruderclubs Kaufering erfolgreich abgesichert. Wie jedes Jahr sorgten unsere ehrenamtlichen Einsatzkräfte mit viel Engagement und Erfahrung für die Sicherheit aller Teilnehmenden und Zuschauer auf und am Wasser. Dank der guten Zusammenarbeit mit dem Veranstalter verlief die Regatta reibungslos und ohne Zwischenfälle. Wir gratulieren allen Ruderinnen und Ruderern herzlich zu ihren Erfolgen und freuen uns, jedes Jahr zum sicheren Ablauf dieses sportlichen Highlights in Kaufering beitragen zu dürfen. Ein großes Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz!
Am 26.01. ging es für die Flossys und die Stufe 1 auf den Büffelhof nach Beuerbach. Nach ein paar Spielen zum Aufwärmen wurde uns der Hof gezeigt. Wir durften nicht nur die Büffel streicheln und füttern, sondern trafen auch die Wollschweine (die gar nicht so weich sind, wie man bei dem Namen denken könnte), Schafe, Pferde und Hühner. Die Kinder lernten spannende Informationen zu den Büffeln: So ein Büffel wird ganz schön schwer – 1.000 Kilo! Außerdem betraten wir das „Café Bad Connection“, in dem die Kinder nachempfinden konnten, wie sich Tiere in Massentierhaltung fühlen. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Führung und die Unterstützung, die wir durch den Büffelhof bei unseren Aktionen erhalten!
Die Wasserwacht Kaufering zählt derzeit 370 Mitglieder, davon sind 114 aktiv und 34 aktive Einsatzkräfte. Ehrenamtlich und in ihrer Freizeit haben diese Menschen 10 Einsätze abgeleistet, darunter auch das Juni-Hochwasser. Dafür zeigte sich der Freistaat Bayern im Rahmen einer Auszeichnung mit der Fluthelfernadel 2024 dankbar. Doch in einer anderen Hinsicht lässt der Freistaat Zeit – zu viel Zeit.
Für Michael Schmitz sollte es die letzte Jahreshauptversammlung als Vorstand sein. Nach erfolgreichen Jahren als Vorstand der Wasserwacht hat Schmitz gemeinsam mit den anderen Vorständen die Weichen für einen zukunftsfähigen Verein gestellt. Jetzt, so Schmitz, möchte er sich wieder seinen Aufgaben als Ausbilder der Rettungsschwimmer sowie dem Dienst als Reservist bei der Bundeswehr widmen. Mit Dank und Anerkennung für die vielen Stunden ehrenamtlicher Leistung wandte sich Schmitz an die Mitglieder und konnte Nicole Hadulla, Neele Buuk, Luzi Kutz für 5 Jahre Vereinsmitgliedschaft und Hannah Kuhn für 10 Jahre Mitgliedschaft ehren. Weitere Ehrungen gab es aus der Hand des Kreiswasserwachtvorsitzenden Frank Böhm. Er übergab die Fluthelfernadel 2024, verliehen durch den Freistaat Bayern, an fünf fleißige Wasserwachtler, welche beim Juni-Hochwasser in und am Wasser im Einsatz waren. Doch vor allem das im Wasser hatte für den kleinen Verein am Lech Folgen.
Warten auf Erstattung der Einsatzkleidung
Darauf gingen die Technische Leiterin Katharina Künkler und ihre Stellvertreterin Kathrin Kandziora in ihrem Bericht ein. Zehnmal waren die ehrenamtlichen Wasserretter im Einsatz, besonders die Einsätze an der A96 am 03.05., bei dem die Wasserwacht die Bergung von Fahrzeuginsassen aus einem Regenwasserrückhaltebecken vornahm, sowie die Absicherung des großen Feuerwehreinsatzes auf dem Lech am 11.05. nach einem Dieselfilm auf dem Wasser und der Einsatz infolge eines Lechtreibens, der zu einem Großeinsatz am Lech führte. Doch auch die Hochwasserlage forderte die Wasserwacht in Schrobenhausen und Augsburg. Und genau diese Einsätze hatten Folgen für die Wasserwacht, denn die mit Hochwasser kontaminierte Einsatzkleidung muss entsorgt und neu beschafft werden. Man möge meinen, dies sei nur eine Frage von Tagen, um die ehrenamtlichen Kräfte wieder mit Ausstattung zu versorgen, doch die Realität sieht anders aus. Der Verein musste erst einmal in Vorleistung gehen, um die Einsatzkleidung zu ersetzen und die alte Kleidung zu entsorgen. Eine nicht zu unterschätzende finanzielle und organisatorische Belastung für den Verein. Und auch jetzt im Januar 2025, also mehr als sechs Monate nach dem Hochwasser, warten die Helfer auf die Erstattung durch die Regierung und hier den Freistaat Bayern.
Finanziell gut aufgestellt – Renovierung der Wache steht an
Finanzen spielten dann den wesentlichen Teil im Bericht der Kassiererin Gulia Mailänder. Durch eine größere Erbschaftsspende steht der Verein mit einem deutlichen Überschuss von ca. 18.135,09 Euro da. Dies, so Mailänder, ist jedoch das voraussichtliche Ergebnis, da der Kassenschluss noch nicht abschließend erfolgt ist. Wozu die Rückstellungen jedoch nicht ausreichen, ist die Renovierung der Wasserwachtgebäude am Lech. Hier schauten Schmitz und der BRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Lehner in Richtung des dritten Bürgermeisters Andreas Keller und wünschten sich – trotz der klammen Haushaltslage – in dieser Sache Unterstützung durch die Marktgemeinde Kaufering. Dass sich diese vor allem für die Jugendarbeit einsetzt und fördert, bestätigten die scheidenden Jugendleiterinnen Hannah Hoßfeld, Isabel Wildner und Hannah Kuhn.
Erfolgreiche und nachhaltige Jugendarbeit
Mit fast 3.000 Euro unterstützte die Marktgemeinde die wichtige Jugendarbeit. Doch auch und vor allem in der Jugendarbeit zeigt der Verein und seine Mitglieder, wie es geht. Mit abwechslungsreichem Programm, Ausflügen und Eventwochenenden wie dem „Patschnassen Wochenende“, bei dem es für die Jüngsten ein ganzes Wochenende rund um Wasser, Wasserrettung, Spiele und Erlebnisse geht. Durch dieses Engagement kann der Verein auf eine aktive Jugend und somit auch auf potenzielle Nachrücker, die den Verein auch zukünftig stark machen, zählen. Als herausragende Leistungen gelang es den Kauferingern nicht nur, beim 24+1-Stunden-Schwimmen den zweiten Platz zu erschwimmen – eine Strecke von 68,7 Kilometern übrigens –, sondern auch bei gemeinnützigen Veranstaltungen wie dem XLETIX KIDS Run in München waren die Mitglieder der Wasserretter aktiv dabei.
Nach einer kurzen Unterbrechung erfolgte die Neuwahl des Vorstandes. Mit deutlichem Ergebnis und starker Frauenpower konnten folgende neue Vorstände der Wasserwacht gewählt werden:
Zusammenfassend hat sich mit der Wasserwacht ein starker Verein etabliert. Gerade in Zeiten von Mitgliederschwund und fehlender Begeisterungsfähigkeit von jungen Menschen für Ehrenamt und Engagement gelingt es der Wasserwacht durch viel Einsatz, aktiver Jugendarbeit und Engagement, so viele Menschen zu gewinnen, dass es sogar eine Warteliste gibt. Wenn nun auch der Freistaat neben den Worten auch Taten folgen lässt und nach sechs Monaten Wartezeit endlich die Einsatzkleidungsauslagen erstattet, ist dies das Mindeste, was an Wertschätzung für diese wichtige Aufgabe gezeigt werden kann.